Eigelb, Leber, Sardellen: drei Lebensmittel, die ich nicht mehr meide
Ich bin in den 90ern groß geworden. Das heißt, ich habe drei Jahrzehnte lang das Eigelb übersprungen, die Leber nicht angerührt, und Sardellen waren etwas, das auf der Pizza Quattro Stagioni übrig blieb. Es waren die Lebensmittel meiner Großmutter, und sie galten in den Magazinen meiner Jugend als ungesund, fett, alt. Heute sind sie auf meinem Tisch. Nicht jeden Tag, aber regelmäßig. Eigelb mit gutem Salz und Pfeffer auf Brot. Hühnerleber kurz angebraten mit Zwiebeln und einem Schluck Portwein, jeden zweiten Sonntag. Sardellen aus dem Glas, drei Stück über Tomate, zehn Sekunden Arbeit. Was diese drei verbindet: Cholin, Eisen, Vitamin A und D, Selen, Omega-3. Exakt die Stoffe, an denen erwachsene Frauen in Europa heute regelmäßig zu kurz kommen. Was sie auch verbindet: sie sind nicht teuer. Sie sind sogar billig. Und sie haben mir nichts genommen, sondern etwas zurückgegeben, das ich nicht wusste, dass ich verloren hatte.